Samstag, 18. Juli 2026

Zwischenbilanz im Gartenjahr 2026

Dieser Tage fiel mir auf, dass es noch keine aktuellen Gartenberichte von mir gibt. Die bisherige Bilanz fiel gemischt aus. Im März hat es wenig geregnet, im April gar nicht, im Mai und Juni selten, aber dann heftig. Die Schnecken haben trotzdem überlebt und dreimal je einen Satz Salatjungpflanzen aufgefressen, bis ich keine mehr gesetzt habe. 

Ende Mai hat der Wind einen schon lange abgestorbenen Kornelkirschenbaum umgeschmissen. 


 

Da hatte ich schon einige Äste abgeschnitten, die Bank und sonstiges in Sicherheit gebracht und den Stamm zur Seite gezogen

Kurz zuvor hatte ich das seit Jahren desolate und teilweise nicht mehr vorhandene Mauerstück zwischen Hof und Garten erneuern lassen. 


Erfolge gab es trotzdem. Der im März gesäte Spinat hat gut ausgetrieben und ist schon lange aufgegessen. Die Maibeeren, Erdbeeren und Ribiseln haben ebenfalls gut getragen und die Stachelbeeren wurden ausnahmsweise von blätterfressenden Ungeheuern verschont (dafür von Bauarbeiten beeinträchtigt). Der kleine Marillenbaum hat heuer zum ersten Mal Früchte getragen. Ganze 5 Stück konnte ich ernten. 

Sie setzt jetzt nicht nur eine klare Grenze (die dem Kater klarerweise wurscht ist), sondern bietet auch neue Stellflächen für Blumenkisten und Windschutz für die Pflanzen zu beiden Seiten. Die Wiese hat unter den Bauarbeiten gelitten und dann war es viel zu trocken für eine Neuaussaat. Hoffentlich passt das Wetter im Spätsommer und Herbst besser. 

Eine Freundin hat mir im Frühjahr 2 selbstgezogene Paradeiserpflanzen geschenkt. Eigentlich wollte ich ja keine Paradeiser mehr im Garten, da sie einfach zu wenig Sonne bekommen, um sich vernünftig zu entwickeln. Aber diese sind groß geworden (es sind Ochsenherz) und ich konnte schon einige Paradeiser ernten. Einige Früchte haben braune Flecken bekommen, es ist nicht ganz klar, ob das an den Grünen Reiswanzen oder an fehlenden Nährstoffen durch ungleichmäßige Wasserversorgung liegt. Jedenfalls gieße ich jetzt jeden Tag brav mit der Gießkanne, damit sie nicht Durst leiden müssen. 

Seit ich ernsthaft überlege, Trissolcus basalis gegen die Grünen Reiswanzen einzusetzen (die sind leider recht teuer), halten sie sich vor mir versteckt. Ich muss also gezielt schauen, ob ich irgendwo Gelege finden. Dank https://www.arbofux.de/nezara-viridula.html weiß ich seit kurzem, dass ich auch an Bäumen und Sträuchern suchen muss. In den letzten Jahren waren "meine" Grünen Reiswanzen an Brennnesseln, Tomaten, Himbeeren und heuer auch an Ribiseln.  

Und sonstiges: Da mein Gartenbedarfshändler Diwoky (Pflanzenschutzmittel, Dünger, Erden, einzelne Werkzeuge) in Pension geht und vorher abverkauft, habe ich vor kurzem noch einiges eingekauft. Er hat einen Nachfolger gefunden, das Geschäft wird es also hoffentlich noch länger geben. Es ist das einzige in Wien diesseits der Donau. Frau Hejduk von Bio-Furtner in Rekawinkel geht ebenfalls in Pension. Ihre Tochter übernimmt das Geschäft, zur Zeit ist die Website inaktiv, aber man kann nach telefonischer oder E-Mail Vereinbarung einkaufen oder Bio-Furnter Produkte bei einem Detailhändler erwerben (zB Diwoky, Starkl, Praskac, zum Teil aber nur vor Ort und nicht im Online-Shop). Das vor wenigen Jahren viel beworbene Pflanzenstärkungsmittel Chitina und das zugehörige Start-up in Tulln gibt es nicht mehr. Als Alternative bietet sich allenfalls ChiProPlant Granulat an, das ich allerdings bisher nur im Versandhandel in Deutschland gefunden habe. Für Nostalgiker die seinerzeitige Vorstellung von Chitina: https://www.youtube.com/watch?v=hqb8u6P3zqA Und ein allgemeiner Hinweis: die meisten biologischen Pflanzenhilfsmittel haben ein Ablaufdatum, also Vorratskäufe gut überlegen. 

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